Gewissensbisse im Abseits: Warum uns die USA die WM vermasselt (aber nicht unser Sortiment)
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Wir spielen hier alle seit Jahrzehnten selbst Fußball. Wir lieben es zu kicken. Der Geruch von feuchtem Rasen, die Dynamik, den Joint davor und danach – das ist ein Teil von uns. Und eigentlich müssten wir uns langsam auf die nächste Weltmeisterschaft und launige Abende mit roten Augen vor dem TV freuen. Eigentlich.
Aber dieses Mal ist irgendwie alles anders. Wenn wir die Nachrichten sehen, kriegen wir gepflegten Puls. Was da drüben in den USA politisch und gesellschaftlich gerade vor sich geht, lässt sich für uns einfach nicht wegzappen. Wenn man dann noch das ewige, korrupte Schmierentheater der FIFA dazurechnet, ist die Vorfreude endgültig im Keller. Wir haben schlichtweg überhaupt keine Lust auf diese WM. Keiner. Null.
Und genau hier beginnt unser ganz persönlicher, leicht schizophrener Feierabend-Zwiespalt.
Der moralische Spagat im Lagerregal
Woher kommt der absolute Großteil unserer High-End-Hardware bei onehitter.de, die wir mit voller Überzeugung vertreiben? Aus den USA.
Wenn wir also tagsüber Pakete packen, feinstes Borosilikatglas und meisterhaft verarbeitetes Flugzeugaluminium aus den Staaten in den Händen halten, feiern wir die Innovationskraft und das Design der Amis. Wir lieben die Produkte. Sie sind durchdacht, effizient und genau das, was wir unseren Kunden anbieten wollen und auch selber nutzen möchten.
Kaum ist der Feierabend da, wir wollen nur ein bisschen kicken, kiffen oder entspannt Fußball schauen, mutiere hier alle immer zum Boykott-Aktivisten, die wütend Richtung Washington, Zürich und Frankfurt meckern. High hin, stoned her.
Die tägliche Dosis Ironie: Tagsüber supporte wir die amerikanische Wirtschaft mit jeder Faser unseres Shops, abends wollen wir von deren WM am liebsten gar nichts wissen. Kann man sich nicht ausdenken.
Unser Taktikwechsel
Wie löst man so ein moralisches Dilemma, ohne verrückt zu werden? Ganz einfach: mit einer sauberen Trennung zwischen Handwerk und Zirkus.
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Unsere US-Hersteller können nichts für die Politik ihres Landes. Das sind kreative Köpfe, Designer und Nerds, die verdammt gute Arbeit leisten. Seit Jahren. Diese Kultur des Fortschritts unterstütze wir weiterhin zu 110 %.
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Die FIFA und das Hochglanz-Event in den Staaten? Können uns mal kreuzweise. Das schont die Nerven und bringt wertvolle Zeit zurück.
Mein Fazit für das Sommermärchen 2026: Die WM bleibt aus. Stattdessen gehen ich lieber selbst auf den Platz, bolze eine Runde mit den Jungs, erkläre ihnen das Spiel und das man gerade auch aus Niederlagen lernen kann. Genieße danach den Feierabend auf meine eigene, bewusste, manchmal auch unbewusste Art. Und wer während der Spiele auch besseres zu tun hat, als Funktionären beim Geldzählen zuzusehen: Mein Shop hat auch während der 90 Minuten geöffnet. Ganz ohne Werbeunterbrechung.
